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Attika

Hans im Glück :: 2004 :: ca. 25 €
Marcel-André Casasola-Merkle

8,7
Attika ist ein interessantes Legespiel, das eine ausgewogene Mischung aus Glück und Taktik bietet und deshalb großen Spaß macht. Die Spieler übernehmen jeweils die Kontrolle über eine Zivilisation und versuchen diese möglichst schnell auszubauen. Allerdings gibt es auch noch einen zweiten, zumeist schnelleren Weg zum Sieg und der Spieler muss ständig abwägen, welcher Weg wohl für ihn der bessere ist. Wieder einmal hat "Hans im Glück" sein gutes Händchen für prima Spielideen bewiesen.

Spieler: 2-4 :: Alter: ab 10 :: Dauer: 60 Genre: Legespiel


Es gibt, wie erwähnt, zwei Wege "Attika" zu gewinnen. Die eine besteht darin, seine Zivilisation als Erster voll auszubauen. Dazu werden in jeder Runde Gebäudeplättchen gezogen, die man auf dem Zivilisationsbrettchen vor sich ablegt oder nach bestimmten Regeln auf dem Spielfeld platziert. Sind alle 30 Ausbauten erfolgt, ist man der strahlende Sieger - wenn nicht in der Zwischenzeit ein Mitspieler den anderen Weg zum Sieg beschritten hat. Er besteht darin, auf dem aus sechseckigen Landschaftsplatten zusammengesetzten Spielfeld (die Siedler lässt grüßen) mit den eigenen Gebäudeplättchen eine Verbindung von einem Heiligtum zum nächsten zu legen.
Das ist insofern nicht leicht, weil die lieben Mitspieler ständig versuchen, dies zu verhindern.


Die Gestaltung von Attika ist schlicht aber sehr schön. Besonders die detailliert gezeichneten Gebäudeplättchen wissen zu gefallen. Neben dem Pappmaterial enthält die Schachtel noch einen Beutel mit Holz-Amphoren die der Spieler für eine zuammengehörige Ausbaugruppe innerhalb seiner Zivilisation erhält.


In jeder Runde kann ein Spieler gezwungen sein, seine bisherige Strategie zu verwerfen. Und genau das macht "Attika" zu einem interessanten und spannenden Spiel mit einem hohen Wiederspielreiz. Keine Partie verläuft so wie die vorhergehende. Schön ist auch, dass das Spielfeld während des Spiels wächst, indem die Spieler neue Landschaftsplatten an für sie günstigen Stellen anlegen. Auch die Schadenfreude der Spieler wird befriedigt, wenn einem Kontrahenten in letzter Sekunde ein Plättchen vor die Nase gelegt wird und er keine Verbindung zum Heiligtum schaffen kann.
Trotz aller taktischen Möglichkeiten kommt "Attika" mit ganz wenigen Regeln aus, die in der Spielbeschreibung auf vier Seiten sehr verständlich erklärt werden.

mike