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Metro

Queen Games :: 2000 :: ca. 19 €
Dirk Henn

8,7
Spieletüftler Dirk Henn (Alhambra) führt die Spieler bei "Metro" zurück in das Paris von 1898. Zwei Jahre vor der Weltausstellung wird dort mit Hochdruck an der Fertigstellung der "Metro", sprich der U-Bahn gearbeitet. Die Spieler müssen natürlich nicht zur Spitzhacke greifen sondern dürfen das Schienennetz bequem mit Papp-Plättchen legen. Bei "Metro" spielt Glück eine große Rolle, aber auch die Taktik kommt nicht zu kurz. Ein schönes Spiel, das 2000 zurecht auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres stand.

Spieler: 2-6 :: Alter: ab 8 :: Dauer: 45 min. Genre: Legespiel


Der Spielablauf ist relativ einfach und deshalb schnell erklärt. Die Spieler ziehen von einem Stapel Plättchen mit verschiedenartigen Schienen und müssen diese auf dem Spielbrett ablegen. Ziel ist, eine möglichst lange Strecke vom Start- zum Zielbahnhof (symbolisiert durch Holzloks am Spielfeldrand) zu erreichen. Jedes gelegte Schienenplättchen zählt bei der Abrechnung einen Punkt. Schafft man den Anschluss an den Hauptbahnhof in der Spielmitte, verdoppeln sich die Punkte sogar. Für das Legen der Plättchen gibt es aber eine Vorgabe, die die ganze Sache erheblich erschwert: Der Richtungspfeil auf dem Plättchen muss so ausgerichtet werden, wie der Pfeil auf dem Spielbrett. Passt einmal ein Plättchen nicht ins eigene Schienennetz, kann man es immer noch beim Gegner anlegen und damit dessen Baupläne sabotieren. Die Revanche des Mitspielers dürfte aber nicht allzulange auf sich warten lassen ...


"Metro" bietet eine wunderschöne Optik. Das Paris der Jahrhundertwende und der Bau der "Metro" wurden sehr ansprechend umgesetzt. Die vielen Holzteile machen Freude und die Legeplättchen aus Pappe sind von sehr guter Qualität. Auch die verständliche Spielanleitung kann man nur loben. Viel besser geht´s nicht!


Spieler, die mit einem hohen Glücksanteil nichts anfangen können, werden mit "Metro" nicht glücklich werden. Ich persönlich bin der Meinung, dass einem Spiel ohne Glücksfaktor die richtige Würze fehlt. Der bessere Taktiker gewinnt immer und das wird auf Dauer langweilig. Lange Rede, kurzer Sinn: Bei "Metro" braucht man Glück um die passenden Schienenplättchen zu ziehen und das ist gut so. Ebenso ist aber auch Taktik gefragt, um die Plättchen richtig anzulegen. "Metro" ist ein lockeres Spiel, das in jeder Besetzung (2-6 Spieler) und für jedes Alter (ab 8 Jahre) geeignet ist.

mike