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Billabong

Franjos :: 1994 :: ca. 15 €
Eric Solomon

8,3
Bei "Billabong" treten die Spieler mit ihren Känguruhs ein Wettrennen um ein Wasserloch an. Dabei gilt es, die anderen Känguruhs geschickt zu überspringen, um möglichst weit voranzukommen. "Billabong" überzeugt in jeder Hinsicht. Das taktische Hüpfspiel bietet trotz einfacher Regeln großen Spielspaß. Für zwei Spieler ist der Titel allerdings weniger geeignet.

Spieler: 2-4 :: Alter: ab 10 :: Dauer: 30 min. Genre: Logik


Die Spieler haben die Aufgabe, ihre fünf Känguruhs einmal um den Billabong (australisches Wasserloch) zu ziehen und die Hüpftiere über die Ziellinie zu bringen. Wer das am schnellsten schafft, gewinnt. Als Start und Ziellinie dient ein kleiner Fluß, der vom Spielbrettrand in den Billabong führt. Das Spielbrett selbst ist, ähnlich wie ein Schachbrett, in einzelne Quadrate unterteilt. Die Känguruhs haben zwei Möglichkeiten der Fortbewegung: sie können "wandern", sprich von einem Feld auf das nächste ziehen (vertikal, horizontal und diagonal) oder sie können springen. Springen ist aber nur erlaubt, wenn ein Känguruh übersprungen werden kann. Die Regel besagt, dass das springende Känguruh so weit springt, wie der Abstand zu dem übersprungenen Känguruh beträgt. Ist man also zwei Felder vor dem wartenden Känguruh losgesprungen, dann landet man zwei Felder dahinter. Übersprungen werden dürfen nicht nur die eigenen Känguruhs sondern auch die der Mitspieler. Die hohe Kunst von "Billabong" besteht darin, in einem Zug durch Mehrfachsprünge große Entfernungen zurückzulegen.


Der Spielplan besteht aus Kunstleder und ist aufrollbar. Die Grafik ist sehr funktionell und übersichtlich. Als Spielfiguren dienen Holzkänguruhs in verschiedenen Farben. Die gesamte Ausstattung wirkt - vor allem gemessen am Preis - sehr hochwertig. Das Spiel ist auf Grund der verwendeten Materialien auch bei achtloser Verwendung nicht "aufzuarbeiten".


Man muss schon gut aufpassen, um nicht eine tolle Sprunggelegenheit zu verpassen. Das Höchste der Gefühle ist, gleich mehrere Sprünge hintereinander zu schaffen. Ähnlich wie beim "Schach" (wobei "Billabong weit weniger komplex ist), wird jeder unachtsame Zug sofort durch Sprünge der Mitspieler bestraft.
Zu Viert macht das Spiel einen Riesenspaß, zu Zweit allerdings fällt der Spielspaß rapide in den Keller, weil schlichweg zu wenige Känguruhs auf dem Spielbrett vorhanden sind, um Mehrfachsprünge durchführen zu können. Ich habe von einer 2-Spieler-Variante gehört, bei der die übrigen Känguruhs als zu überspringende Hindernisse eingebaut werden, in der Franjos-Regel wird diese Variante jedoch nicht angeboten. Fazit: Mit drei oder vier Spielern ein Top-Spiel, zu Zweit eher öde.

mike